Zu Beginn der 7. Stunde blickte der liebe Gott nachdenklich hinab zu seinen gerade erschaffenen Tieren.

„Die Erde habe ich bevölkert und der Luft Leben gegeben.“ Sprach er zu sich. „Nur die Wasser der Erde sind einsam und leer. Da muss ich mir wohl auch noch etwas einfallen lassen!“

Und deswegen erschuf der liebe Gott zur 7. Stunde die FISCHE.

Weil er schon von der Erschaffung der Vögel gelernt hatte, dass bunte Farben in der Natur einfach schöner aussehen, tat er sich bei den Fischen hiermit sehr leicht. Er erschuf sie mit seiner farbenfrohen Palette in jeder Nuance, die ihm nur einfiel. Große und kleine Fische, dicke, dünne und auch besonders platte Fische – wie die Flunder, die Seezunge und viele andere.

Weil aber auch dem lieben Gott die Farben des Regenbogens immer besonders gut gefallen haben, mixte er in eine Fischsorte alle 7 Farben des Regenbogens hinein. Das passte besonders gut, weil es ja auch die 7. Stunde des Schöpfungstages der Tiere war. Und so entstand dann die Regenbogenforelle mit ihren vielen schillernden Farben!

Jetzt sah der liebe Gott wieder zu seinen Tieren auf die Erde hinunter und sah, dass die Bäche, Flüsse und die Meer belebt waren, wie er es sich vorgestellt hatte.

Einzig und alleine das Wichtigste fehlte ihm: die Fische waren sehr sehr scheu und sie machten keinerlei Anstalten, mit den anderen Tieren Kontakt aufzunehmen. Und selbst wenn sie es gewollt hätten: wer hätte denn schon ihre Sprache verstehen können? Was unter Wasser gesprochen wurde, kam oben nur als völlig unverständliches „blupp, blupp, blupp…“an.

Die einzigen, die sich wirklich für die Fische interessierten, waren die Katzen. Das war aber nicht ganz uneigennützig, denn es hat sich sehr schnell herausgestellt, dass sie die Fische nur als dankbare Abwechslung auf ihrem Speiseplan betrachteten – und das war ja auch nicht ganz so im Sinne des Erfinders!

Da auch die anderen Tiere keine Versuche unternahmen mit den glitschigen schnellen Schwimmern zu reden, war der liebe Gott vor eine sehr schwere Aufgabe gestellt.

Nach langem Nachdenken und erst ganz am Schluss der 7. Stunde hat er es aber dann doch noch lösen können!

Wie? Wer es weis bekommt einen …! Was, niemand weiß es? Nein? Na gut, dann sag ich es euch halt: der liebe Gott hat ein paar von seinen Fischen richtige Lungen zum Atmen gegeben. Damit konnten sie wenigstens immer mal wieder eine kurze Zeit an Land gehen. Als die Fische dann aus dem Wasser stiegen, haben sie den Vögeln, von ihrer wundersamen Unterwasserwelt erzählt, weil Vögel besonders gut zuhören können. Da sie aber auch fürchterlich geschwätzig sind, haben die es dann gleich den anderen Tieren erzählt – ob sie es nun hören wollten, oder nicht.

Aber am Ende wusste dann jeder, was es mit den Fischen im Wasser auf sich hatte. Und ihr wisst das jetzt auch.