Am Anfang der 3. Stunde erschuf der liebe Gott dann die ..? richtig geraten! Die KATZEN.

Das sind so richtige kleine Raubtiere mit sehr scharfen Zähnen und einem sehr ungeheurem Selbstbewusstsein. Sie jagen gerne die kleinen Mäuse, um dann mit ihnen zu spielen. Manchmal aber fressen sie die Mäuse aber auch auf. Das ist so, weil auch Katzen essen müssen, um zu überleben. Und Mäuse stehen dabei nun einmal ganz oben auf ihrem Speisezettel.

Ganz so schlimm, wie sich das jetzt anhört, ist es aber für die Mäuse dann doch nicht gewesen. Durch den Traum von „Speedy“ – so hatten die anderen Mäuse „die schnellste Maus von allen“ genannt – wussten die Mäuse ja jetzt bereits von der Existenz der Katzen – und vor allem dass ihnen Mäuse so gut schmecken.

Dass sie das gewusst haben, hat den Mäusen schon ziemlich sehr geholfen und sie haben sich vor den Katzen sofort in ihren kleinen Mauselöchern versteckt. Die Katzen sind nämlich sofort auf Mäusejagd gegangen. Sie hatten ja auch einen riesengroßen Katzenhunger! Aber das Verstecken hat den Mäusen auch nicht viel genutzt. Katzen haben nämlich eine schier unendliche Geduld im Auflauern von Beute und sie lauerten einfach stundenlang vor den Mäuseausgangslöchern.

Natürlich hat sich dort keine Maus mehr heraus getraut. Weil das aber wegen der großen Geduld und Ausdauer der Katzen so lange gedauert, ist es dann doch schon ganz arg mit den Mäusen gekommen. Denn weil diese ja auch noch keine Vorräte angelegt hatten und der Hunger und die Angst immer größer wurden, wollten sie sich zum Schluss schon fast lieber ergeben und mit erhobenen Händen aus ihrem Mäuseversteck herauskommen. Aber ob ihnen das etwas genützt hätte?

Aber Speedy hatte wieder einmal eine rettende Idee:
weil der nämlich wusste, dass er schneller rennen konnte, als jede Katze, war das Risiko für ihn gefangen zu werden, nur sehr gering. So wartete er einfach einen günstigen Moment ab, bis die Katzen wieder mal ein bisschen unaufmerksam vor sich hin dösten. Und kaum war das passiert – da rannte auch schon Speedy los. So schnell, wie er nur konnte – und das war seehr schnell! Speedy flitzte an den verdutzten Katzen vorbei, und rannte hinüber zu den Elefanten, die grade im Dschungel arbeiten!

Die Katzen bekamen erst gar nicht mir, was da plötzlich passiert war. Diesen Moment benutzten die anderen Mäuse, und flitzten auch an den Katzen vorbei und „bremsten“ erst wieder, als sie bei den Elefanten waren. Sie konnten ja auch ziemlich schnell rennen – halt nur nicht ganz so schnell, wie Speedy, der natürlich schon vorher bei den Elefanten angekommen war. Denen hatte er schnell von ihrer Notlage erzählt und um Hilfe gebeten. Deshalb unterbrachen die Elefanten auch sofort ihre Arbeit im Dschungel und ließen die Mäuse auf ihre breiten Rücken klettern.

Die Katzen merkten dann aber doch ganz schnell, was hier gespielt wurde. Katzen sind ja nicht blöd! Und weil sie sahen, dass sich die anderen gegen sie verbündet hatten zogen sie sich erst mal beleidigt in den Dschungel zurück.

„Wir brauchen eh´ niemanden, der sich mit uns verbündet!“ Bemerkten sie nur spöttisch zu den großen Elefanten und den kleinen klugen Mäusen.

„Wir kommen auch so durch!“ riefen sie dann noch, ehe sie ganz im Wald verschwanden.

Und so kam es, dass Katzen auch heute noch als eigenbrötlerisch gelten. Obwohl es doch die allerliebsten Schmusetiger sind, die es gibt – auch wenn sie heute immer noch Mäuse jagen wollen! Natürlich nur, wenn sie nicht so schnell sind, wie Speedy – dann geben sie schnell wieder auf.

Und die Mäuse haben aus dieser Geschichte gelernt, dass man zu Hause immer einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln haben sollte – für Notfälle!