In der 24. Stunde beschloss der liebe Gott sein Werk zu beenden. Er hatte etwas ganz Großartiges geschaffen und krönte es zum Abschluss mit den größten und mächtigste Lebewesen, das es je gegeben hatte: den

DINOSAURIERN.

Die größten der großen Dinos sind ihm dann aber so riesengroß geraten, dass sich die anderen Tiere sofort beim lieben Gott beschwerten. „Lieber Gott“, haben sie voller Angst zu ihm gesagt, „was hast du denn da geschaffen! Wer soll gegen solche Riesen ankommen? Die Monster machen uns solche Angst, dass uns das Leben gar keinen Spaß mehr machen kann!“

Da wurde der liebe Gott dann doch sehr nachdenklich. Irgendetwas musste er sich einfallen lassen, damit die Angst der kleinen Tiere vor den großen Tieren erträglich wurde. Deshalb rief der liebe Gott am Ende der 24. Stunde alle Tiere zusammen, um mit ihnen den Tag gemeinsam zu beenden und die Erschaffung der Tiere als deren Geburtstag gebührend zu feiern.

Also stampften die Elefanten herbei und brachten Holz für ein wärmendes Feuer mit.

Die Mäuse servierten ihre Vorräte, weil sie nicht wussten, ob die anderen Tiere auch Vorräte angelegt hatten und weil sie wussten, dass es etwas ganz wunderbares ist, etwas mit anderen zu „Teilen“,

Ehe die Katzen zur Feier aufbrachen, übten sie noch ihr Miau-Miau-Lied, das voller Sehnsucht und Liebe war, denn sie wollten das unbedingt vortragen – alle gemeinsam natürlich.

Der Drachen zündete mit seinem Feuer das Holz an, denn damit kam noch mehr Gemütlichkeit auf.

Die Vögel brachten die Zweige und die Blätter mit, die im Feuer so schön knistern, denn das war wie Musik in den Ohren der anderen Tiere, denen sie dann natürlich auch noch etwas vorgesungen haben.

Die Schnecken reisten ganz gemütlich im Fell der Bären an, nachdem die sich mit ihnen wieder versöhnt hatten – ansonsten wären sie sicher tzu spät gekommen!

Die Raupen, die um ein Haar schon wieder gemeckert hätten, ließen dies angesichts des schönen Festes schnell wieder bleiben – denn an Weihnachten wird nicht rumgemeckert!

Die Tiger murrten zwar ein bisschen – aber fehlen wollten sie dann doch nicht. Also sind sie auch gekommen – und waren plötzlich ganz zahm.

Die Gazellen sprangen herbei und ihre schönen Augen wurden noch größer und noch schöner, vor lauter Staunen über so viel Friede unter den Tieren.

Die Affen, sonst so vorwitzig, setzten sich brav in einer Reihe auf und hielten sich an ihren Affenhändchen.

Die Insekten flogen und krabbelten herbei und die Fliegenpaparazzi tanzten im Feuerschein ihren allerschönsten Fliegentanz.

Die Igel rollten heran und waren aber mit ihren Stacheln ganz vorsichtig, damit sich kein anderes Tier verletzen konnte.

Die Wölfe stimmten ihr sanftestes Wolfsgeheul an, wozu die musikalischen Krokodile mit ihrem kräftigen Schwanz rhythmisch den Takt klopften.

Die Schlangen schlängelten sich zum Feuer, wo sie sich friedlich zusammenrollten.

Die Schafe wurden von den rosaroten Schweinen herbeigeleitet. Zur Feier des Tages hatten die Schweine es sich nämlich sogar verkniffen, sich vorher noch einmal so richtig genüsslich im Schlamm zu suhlen.

Die Wölfe vergaßen dabei sogar ihren Appetit auf Schafe.

Die Geier hockten hübsch hässlich mit andächtigen Geiergesichtern auf den Bäumen und passten auf, dass sie beim Schunkeln nicht herunterfielen.

Die Wale hatten die Fische und die Seehunde herbeigesungen. Denn der liebe Gott hatte den Festplatz nämlich fürsorglich in die Nähe des Wassers gelegt, damit auch die Wassertiere an der Feier teilnehmen konnten.

Zum Schluss erschienen standesgemäß die Löwen und nahmen, wie es sich für einen König geziemt, mutig und direkt neben den Dinos Platz.

Und weil es eine sehr festliche und beschauliche friedliche Feier wurde, erkannten die Gäste, obwohl sie sich schon noch ein kleines bisschen fürchteten, dass auch Dinos Tiere sind, wie sie, ….wenn auch ziemlich große.

Dann feierten alle zusammen einen wunderschönen Geburtstag und der liebe Gott hatte große Freude an der Harmonie, weil die Tiere so friedvoll miteinander umgingen. Alles war so, wie man es nicht nur an Geburtstagen tun sollte. Und weil ihm das alles so wohl gelungen schien, weihte er in dieser schönen Nacht die Tiere zu Mitternacht und gab ihnen so ihre „Lebensweihe“ – so, wie wir getauft werden. Erst danach ging er daran, die verschiedenen Tiere auf die verschiedenen Erdteile zu verteilen. Und er war sich sicher, dass alle an ihrem Ort zu ihrer Zufriedenheit leben würden.

Weil sie aber in dieser Nacht von Gott ihre Weihe erhalten hatten, nannten die Tiere dieses Fest WEIHNACHTEN. Und bevor sie auseinander gingen, versprachen sie sich untereinander dieses Fest nunmehr alljährlich zum Gedenken an Gott und seine Lebensweihe wieder zusammen zu feiern. So versammeln sich die Tiere noch heute jedes Jahr an einem streng geheimen Ort dieser Erde und feiern dort ihr erstes

WEIHNACHTSFEST!

Und plötzlich haben auch die Dinosaurier ziemlich sehr viel gemütlicher ausgeschaut!

Erst danach hat der liebe Gott begonnen, die verschiedenen Tiere auf die verschiedenen Erdteile zu verteilen. So war er schließlich sicher, dass alle an ihrem Ort zu ihrer Zufriedenheit leben würden.