Nicht, das der liebe Gott nach 22 Stunden Arbeit schon ziemlich sehr müde gewesen wäre, nein, er war nur ein klitzekleines Bisschen abgespannt. Und wie er so da saß gerade an ein schönes, klares und kühles Wasser zur Erfrischung von Geist und Seele dachte. Fiel ihm prompt darauf ein, ein paar SEEHUNDE zu erschaffen.

Seehunde sind wahnsinnig friedliche und verspielte Tiere. Sie lieben es, den ganzen Tag lang im Wasser herum zu tollen und die irrsten und komischsten Streiche auszuhecken.

Seehunde sind – wie die anderen Hunde auch – ganz normale Säugetiere. Die brauchen also unbedingt den Sauerstoff aus der Luft, um atmen und leben zu können. Trotzdem sind Seehunde manchmal unglaublich lange unter Wasser, ohne Luft zu holen. Das macht sie auch zu so tollen Wassergleitern, dass man glaubt, sie seien in ihrem Element, wie sonst nirgends.

Was Seehunde aber noch lieber tun, als im Wasser wie ein Pfeil umher zu flitzen, ist das Jonglieren. Das können sie wirklich absolut perfekt!

Nur – zu Anfang haben die Seehunde damit die anderen Tiere ganz schön in Aufregung versetzt! Sie haben nämlich mit allem jongliert, was ihnen so in die Hände geraten ist.

Mal waren es Kokosnüsse, mal Ananasfrüchte, ein anderes Mal spielten sie mit Steinen – was ja auch nicht so ganz ungefährlich ist. Denn auch dem besten Seehund misslingt schon einmal ein Wurf beim Jonglieren mit gefährlichen Gegenständen.

Als irgendwann wieder einmal die Fische zum Jonglieren herhalten mussten, fanden die das gar nicht mehr lustig und waren froh, als sie der Seehund nach einiger Zeit freiwillig zurück ins Meer geworfen hat. Da vorher auch schon mal die Mäuse und sogar die Schnecken als Jonglierobjekte hatten herhalten müssen, verbündeten sich die übrigen Tiere wieder einmal, um den Seehunden eine Lektion zu erteilen.

Sie haben deswegen die Igel gebeten, sich ganz fest einzuigeln. Und zwar so fest, dass man die Stacheln nicht mehr gesehen hat. Dann haben sie die „Igelkugeln“ geschickt am Strand platziert und sich dann schnell versteckt.

Prompt kamen die neugierigen Seehunde aus dem Wasser auf den Strand und haben sofort angefangen, mit den putzigen Kugeln zu jonglieren.

Wie die Igel aber merkten, dass sie in der Luft waren – was sie gar nicht gemocht haben – haben sie ihre Igelstachel ausgefahren und damit prompt einem Seehund, der gerade dabei war, sein tolles Nasenjonglierstück vorzuführen, ganz fürchterlich in die Nase gepickt.

Und weil auch Seehunde ziemlich empfindliche Nasen haben, sind sie bis heute nie mehr auf die Idee gekommen, mit Tieren zu jonglieren.