Irgendwie fehlte dem lieben Gott zu Beginn der 13. Stunde noch ein Tier, das in den Bäumen lebte, aber größer war, als die Vögel. Sein Hintergedanke hierbei war nämlich, dass er die Elefanten daran hindern musste, zu viele Bäume niederzutrampeln. Sonst wäre damals ja schon ein großes Waldsterben angesagt gewesen und das wollte der liebe Gott auf alle Fälle verhindern. Er wusste, dass das noch bald genug von alleine kommt, wenn erst einmal die Menschen auf der Erde leben. Aber bis dahin würde ja noch viel Zeit vergehen. Also erschuf der liebe Gott, der nach dem Mittagessen etwas übermütig schien, die AFFEN, denn viele von den Affen leben gerne in den Bäumen, weil sie dort so schön herumspielen können.

Kaum auf der Erde, begannen die Affen auch schon mit dem tollsten Blödsinn, den man sich nur vorstellen kann. Sie rannten, wie wild durch die Gegend, hüpften von Ast zu Ast, quietschten lauter, als die Löwen brüllen können und schlugen sich dabei auch noch andauernd an die Brust. Sie warfen die Schnecken durch die Luft, nur so zum Spaß, verjagten die Mäuse, so dass die Katzen sich ärgerten, bewarfen die Elefanten mit Dreck und bissen den Drachen – einfach nur so zum Spaß in die Nase – was der aber gar nicht komisch fand. Denn gegen die schnellen Springer und Hüpfer auch er ziemlich machtlos.

Nichts als Blödsinn hatten sie im Kopf. Sie verscheuchten die Vögel von den Bäumen, grapschten nach den Fischen und spuckten auf die Raupen. Das fanden diese zwar sehr unanständig, trauten sich aus Furcht vor neuem Ärger aber nicht, schon wieder mit ihrer Nörgelei anzufangen.

Weil die Affen irgendwie unermüdlich waren, nahm der Schabernack kein Ende. Also beschwerten sich die Tiere dann doch bei ihrem König, weil ihnen das alles zu viel wurde.

Dem Löwen gingen die Affen ja selbst tierisch auf den Geist, aber ihm fiel auch nichts ein, was man dagegen unternehmen könnte. Also ging er zum Strand, sang die Wale herbei und beriet sich mit ihnen, was zu tun sei.

Weil die klugen Wale im Wasser von dem ganzen Lärm natürlich nichts mitbekommen hatten, wussten sie auch keinen Rat mehr. Dem König blieb also nichts anders übrig, als selbst zu den Affen zu marschieren, um sie halt einmal gehörig zurecht zu stauchen – wenn nötig, auch mit ein bisschen Gewalt!

Als er aber bei ihnen angekommen war, sah er, dass diese außer „Blödsinn“ zu machen, auch noch ein paar andere, sehr erstaunliche Sachen machen konnten. Die Affen konnten, mit ihren geschickten Händen Früchte von den Sträuchern pflücken, damit man sie besser essen konnte, ohne immer ein Stückchen Holz, oder Blätter mitessen zu müssen. Sogar harte Nüsse konnten sie mit Hilfe von Steinen knacken und dann ohne Schale aufessen.

Das hatte der Löwe noch nie gesehen und tief beeindruckt. Also bot er ihnen einen „fairen Deal“ an, wie er es nannte: „Ihr Affen seid zwar ziemlich witzig, aber zu laut, viel zu frech und ungezogen zu uns anderen Tieren. Wir Tiere aber müssen alle zusammen halten! Da ihr so geschickt mit den Händen umgehen könnt, könnt ihr mit dieser Geschicklichkeit auch genauso gut den Tieren helfen, die das nicht so gut können.“

Und um seinem Vorschlag ein bisschen mehr Nachdruck zu geben, fügte er mit einem zwinkerndem Auge hinzu: „Wir wollen doch alle friedlich miteinander umgehen, und Gewalt ist ja schließlich nie die richtige Lösung! Also, was ist?“ schaute der King die Affen aufmunternd an: „Ihr helft uns die eine Hälfte des Tages und dafür dürft Ihr die andere Hälfte wieder Unsinn machen und nach Herzenslust herumtoben – aber ohne die anderen Tiere zu ärgern!“ Dabei spielte der Löwe geschickt mit seinen scharfen Krallen, um zu zeigen, dass die auch ganz schön wehtun könnten.

Da wurden die Affen nachdenklich und zogen sich zur Beratung auf die Bäume zurück. Nach einem Palaver von nur 30 Minuten – länger können Affen gar nicht still sitzen – schickten sie den größten und nettesten Affen, ein zottiges Tier mit rotem Fell, den sie Orang-Utan nannten, zum Löwen König.

Der große Orang-Utan wiegte seinen schweren Körper langsam im Takt hin und her. Dann sprach er zum Löwen: „ Okay, wir nehmen euren Vorschlag an. Wir wollen ja auch keinen“ Krieg der Tiere“, wir wollen nur unseren Spaß. Aber wenn wir können, helfen wir jedem gerne, so gut, wie es geht.“

So wurde ein vernünftiger Pakt zwischen den Tieren besiegelt und alle waren damit zufrieden. Nur wenn es die Affen doch wieder einmal zu toll trieben, flog der Drachen über die Horde der Affen und pustete dann schon mal eine ganze Affenpartie von den Bäumen, dass es nur so krachte. Das war im Übrigen eine prima Aufgabe für den Drachen, denn der hatte ja sonst nicht soo viel zu tun.

Doch auch wenn die Affen sich nach der großen Puste vom Drachen noch am Dschungel Boden kringelten, hatte der große Orang-Utan immer das letzte Wort:

„Ein bisschen Spaß muss sein….!“ sang er dann gerne(…und das kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder?)